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Breite gesellschaftliche Koalition fordert die Zweite Kammer auf: Stellen Sie kommunales Land für Elektrofahrzeuge zur Verfügung.
14 Januar 2026

Breite gesellschaftliche Koalition fordert die Zweite Kammer auf: Stellen Sie kommunales Land für Elektrofahrzeuge zur Verfügung.

Fotograf Bart Maat

Den Haag, Dienstag, 13. Januar – Elf Organisationen aus dem Bereich der Energiewende, die sich in der Koalition „Grond voor Verandering” (Grundlage für Veränderung) zusammengeschlossen haben, haben am vergangenen Dienstag der Zweiten Kammer ein Manifest vorgelegt. Die Koalition fordert die Abgeordneten auf, klare nationale Regeln dafür zu schaffen, wie Gemeinden ihre öffentlichen Grundstücke für Schnellladestationen und andere Funktionen, die zur Beschleunigung der Energiewende beitragen, ausschreiben müssen, um so das Fahren mit Elektroautos für alle erschwinglich und zugänglich zu machen. Auf diese Weise können Gemeinden ihre Grundstücke offen und fair verteilen, sodass auch neue Akteure auf dem Markt für Ladeinfrastruktur eine Chance erhalten und der Übergang zu nachhaltiger Mobilität schneller voranschreitet.

Das Angebot ist das Ergebnis einer groß angelegten Untersuchung, aus der hervorging, dass Hunderte von Tankstellen auf kommunalem Grund und Boden auf der Grundlage veralteter Verträge betrieben werden, die oft nicht einmal ein Ablaufdatum haben.

Grond voor Verandering wurde von Mobilitäts-, Energie- und Naturschutzorganisationen gegründet und wird von Experten für offene Daten und Transparenz unterstützt, mit dem Ziel, emissionsfreie Mobilität zu ermöglichen. Die Koalition besteht aus Allego, Fastned, Electra, Vattenfall, TotalEnergies, Leap24, Vereniging Elektrische Rijders, Nederlandse Vereniging Duurzame Energie, DOET, Open State Foundation und Natuur & Milieu.

Die Organisationen warnen davor, dass viele Gemeinden noch mit veralteten und undurchsichtigen Verträgen mit Tankstellenbetreibern arbeiten. Etablierte Parteien erhalten so oft Vorrang, während neue Anbieter nicht genügend Raum erhalten, um auf Gemeindegrundstücken Einrichtungen für Elektrofahrzeuge zu realisieren. Dies führt unter anderem zu einem Mangel an gut funktionierenden (Schnell-)Ladeeinrichtungen in Städten und Gemeinden, während die Zahl der Elektroautos rapide zunimmt. Ohne eine offene und transparente Vergabe von Gemeindegrundstücken bleibt die Infrastruktur hinter der Nachfrage zurück. Deshalb plädiert Grond voor Verandering für klare nationale Rahmenbedingungen, damit Gemeinden öffentliche Grundstücke fair, transparent und zukunftsorientiert nutzen können.

„Mit unserem Aufruf zeigen wir, dass lokale Behörden eine wichtige Rolle bei der Unterstützung des Übergangs spielen und es so für alle möglich machen können, emissionsfrei zu fahren und schnell und zuverlässig zu laden.“
Hugo van Halder, Vorsitzender der Vereinigung DOET (Niederländische Organisation für Elektromobilität)

Angebot
” Heute Nachmittag hat der ständige Ausschuss für Infrastruktur und Wasserwirtschaft den Aufruf von „Grond voor Verandering” entgegengenommen. Unter anderem waren Habtamu de Hoop (GL-PvdA), Caroline van der Plas (BBB), Jantine Zwinkels (CDA), Robert van Asten (D66) und Björn Schutz (VVD) anwesend.

„Die Energiewende erfordert klare nationale Rahmenbedingungen. Eine offene und transparente Ausschreibung von kommunalen Grundstücken sorgt für gleiche Wettbewerbsbedingungen. Das hilft der Gemeinde, sowohl etablierten Akteuren als auch neuen Marktteilnehmern Raum zu geben, um in eine gute Ladeinfrastruktur zu investieren, die entscheidend ist, um das elektrische Fahren für alle zugänglich zu machen.“ Emiel van Steenselen, Leiter Netzwerkentwicklung Allego Niederlande

Manifest
Die Koalition fordert vom Unterhaus klare landesweite Vorschriften, die den Gemeinden beim Übergang zu sauberer Mobilität helfen. Dies ist jetzt notwendig, da die Bereitstellung von Grundstücken für nachhaltige Mobilität Jahre dauern wird und die Zahl der Elektroautos rapide zunimmt. Die Koalition möchte, dass ein Fahrplan für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen erstellt wird, dass die Gemeinden ermitteln, welche Standorte beispielsweise für Schnellladestationen und Carsharing geeignet sind, und dass kommunale Grundstücke im Rahmen offener und fairer Ausschreibungen vergeben werden, mit klaren Qualitätsanforderungen und gleichen Chancen für bestehende und neue Akteure.

Die Koalition „De Grond voor Verandering“ wird sich auch in der kommenden Zeit aktiv dafür einsetzen, die notwendigen Einrichtungen für Elektroautofahrer zu realisieren, insbesondere im Hinblick auf die Kommunalwahlen im März dieses Jahres.

Woo-Untersuchung
Das Angebot folgt auf eine groß angelegte Woo-Untersuchung, die im vergangenen Jahr ergab, dass sich etwa 450 Tankstellen auf kommunalem Grund befinden, oft auf der Grundlage veralteter Verträge ohne Enddatum oder mit stillschweigenden Verlängerungen. Diese Situation steht im Widerspruch zum europäischen und niederländischen Recht, das faire Verfahren und eine regelmäßige Neuverteilung knapper öffentlicher Flächen vorschreibt.

 


 

Über Allego

Allego wurde 2013 gegründet und ist ein unabhängiger Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur mit mehr als 35.000 Ladepunkten (Wechselstrom und Gleichstrom) in 16 europäischen Ländern. Allego bietet zuverlässige und zukunftssichere Ladelösungen für Elektro-Pkw, Busse und Lkw und trägt so zur beschleunigten Umstellung auf emissionsfreie Mobilität bei.

 

Pressekontakt:
Sander Sprong
Allego Pressestelle
press@allego.eu

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