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Neuer Tarif bei Allego: Genaue Abrechnung nach Stromverbrauch

26 Jun 2019

Allego ändert bundesweit zum 1. Juli 2019 die Tarife an seinen Ladesäulen. Die vor mehr als 18 Monaten eingeführten Pauschalpreise werden abgeschafft und die Ladevorgänge wieder kilowattstundengenau berechnet. Allego reagiert mit diesem Schritt auf die Vorgaben des Gesetzgebers und der Eichämter. Diese lassen gemäß der Preisangabenverordnung das pauschale Abrechnen nach Zeit nicht mehr zu. Die geladenen Mengen müssen gegenüber den Kunden nun kilowattstundengenau abgerechnet werden.

Produkt                                                Preis pro kWh*

AC-Laden bis 22kW:                             Brutto 0,41 Euro

DC-Laden 50kW bis 350 kW:                Brutto 0,59 Euro

 

*Die Endkundenpreise können pro Ladevorgang in Abhängigkeit von Mobilitätsanbietern oder E-Roaming-Plattform variieren.

Wie die gesamte Branche war Allego Anfang 2018 auf sogenannte Session Fees ausgewichen, um Konflikte mit dem Eichrecht zu vermeiden. Die Festpreise sollten vor allem den Transparenzansprüchen des Gesetzgebers gerecht werden. Allerdings verstoßen laut zuständiger Behörden genau dieses Tarifmodell gegen die Preisangabenverordnung. Deshalb erfolgt nun die Rückkehr zur Abrechnung nach Stromverbrauch.

Im Sinne des Eichrechts muss der Strom aus der Ladesäule stets korrekt nach Kilowattstunde (kWh) gemessen werden. Außerdem soll immer nachweisbar sein, wer, wann, wo, wie viele kWh geladen hat. Sofern die Nutzung der Ladestationen nach verbrauchter Energie abgerechnet wird, muss dies eichrechtskonform erfolgen.

Für Allego zeichnet sich eine moderne und zukunftsfähige Ladeinfrastruktur vor allem durch nachvollziehbare Tarife und unkomplizierte Zugangsmöglichkeiten aus. Kunden sollen einfach und transparent an öffentlichen Ladesäulen Strom erhalten, so Ulf Schulte, Managing Director DACH bei Allego. „Eine kilowattscharfe Abrechnung entspricht dem Kundenwunsch und ist nutzerfreundlicher. „Das Geschäftsmodell von Allego zielt darauf, eine offene und diskriminierungsfreie Ladeinfrastruktur aufzubauen“, ergänzt Schulte. Session Fees benachteiligen Verbraucher, die nur einen kurzen Ladestopp einlegen möchten.

Neben der exakten Messung der Kilowattstunden verlangt das Eichrecht, dass die Endkunden überpüfen können, ob Angaben auf der Rechnung hinsichtlich der geladenen Kilowattstunden korrekt sind. Hier setzt Allego zum einen auf das Anzeige- und Speichermodul (SAM) der Firma EBG und ist zudem Gründungsmitglied des S.A.F.E. e.V. Letzterer stellt Endkunden eine sogenannte Transparenzsoftware zur Prüfung der Messwerte zur Verfügung.

Bis Ende 2019 sollen alle AC-Ladesäulen von Allego eichrechtskonform werden. Für die DC-Schnellladesäulen arbeitet das Unternehmen wie alle Betreiber noch an einer Lösung. Diese wird voraussichtlich Mitte 2020 zur Verfügung stehen.